Besucher: 161027 (174)

Powered by OrdaSoft!
Größbrände, Ölspuren, Beförderungen und Ehrungen …

… waren nur einige der Themen auf der diesjährigen Sitzungs des Stadtkommandos. Sie fand am Freitagabend in der Nordenhamer Feuerwache zusammen mit zahlreichen Gästen aus Feuerwehr, Politik und Verwaltung statt.

Neben dem Stadtbrandmeister Ralf Hoyer informierten hier auch die Ortsbrandmeister und Stadtfachwarte darüber, was im vergangen Jahr alles bei der Feuerwehr geleistet wurde. Allerdings wurden auch Themen angesprochen, wo das Handeln von Rat und Verwaltung gefragt ist.

In diesem Jahr mussten die sieben Ortsfeuerwehren zu über 170 Einsätze ausrücken um diese abzuarbeiten. Glücklicherweise waren nur zwei Verkehrsunfälle zu verzeichnen, bei denen keine eingeklemmten Personen befreit werden mussten. Dafür waren die Wehren bei drei Großbränden gefordert. Ein Dachstuhl in Einswarden brannte kurz nach der Alarmierung bereits so stark, dass die Flammen durch die Dachhaut gebrochen waren und drohten sich auf den weiteren Dachstuhl und dort gelagerte Hölzer überzugreifen. Zu einem weiteren Großbrand kam es einen Monat später in Nordenham. Dort brannte ein Wohnungsraum komplett aus, indem sich vorher noch ein Kind befunden hatte. Dieses wachte vom Brand auf und konnte das Zimmer noch rechtzeitig verlassen. Der Junge und seine Eltern wurden mit leichter Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht. Die Wohnung wurde durch den Rauch stark beschädigt.

Bei diesen Einsätzen konnte sich die neue Drehleiter in der Brandbekämpfung bewähren. Die Unterstützung des Rettungsdienstes insb. für die Rettung schwergewichtiger Patienten stellt allerdings den Schwerpunkt des Einsatzgeschehens dar. Hier wurde die Drehleiter bereits mehrfach angefordert und erfolgreich eingesetzt.

Bei einem Schwelbrand in Blexen war es dem beherzten Eingreifen von zwei Mitbewohnern des Hauses zu verdanken, dass eine Person zügig aus ihrer stark verrauchten Wohnung gerettet werden konnte. Der Brand einer Matratze hatte die Rauchentwicklung verursacht, dieser erlosch jedoch glücklicherweise aufgrund von Sauerstoffmangel selbstständig.

Als besondere Belastung für die Kameraden und ihre Arbeitgeber haben sich Ölspuren herausgestellt. Bereits über 30 mal mussten die Kameraden für derartige Umweltschutzeinsätze ausrücken. Besonders problematisch ist dabei die Einsatzlänge, da sie Ölspuren sich oft über mehrere Kilometer erstrecken. Die Akzeptanz der Arbeitgeber soll nicht länger dafür eingefordert werden, dass ihre Mitarbeiter während der Arbeitszeit zu langandauernden Straßenreinigungsaktionen herangezogen werden müssen. Der städtische Bauhof könnte zukünftig diese Aufgabe übernehmen, sodass die Feuerwehr nur noch bei Umweltgefährdungen hinzugezogen werden müsste.

Im Bereich der Technik gab es 2016 einige Neuerungen. Ein neuer hydraulischer Rettungssatz mit Rettungsschere und Spreizer konnte kürzlich ausgeliefert werden, der nun den Ansprüchen für moderne Fahrzeuge genügt. In der Beschaffung sind auch neue Fahrzeuge. Die Ortsfeuerwehr Blexen soll Anfang 2017, ebenso wie die Ortsfeuerwehr Schweewarden 2018, mit einem neuen schlagkräftigen Mittleren Löschfahrzeug (MLF) ausgestattet werden. Auch das Wechselladerfahrzeug in Nordenham hat seine Altersgrenze erreicht und soll schnellstmöglich durch ein gutes Gebrauchtfahrzeug ersetzt werden.

Mit den Mitgliederzahlen zeigt sich der Stadtbrandmeister zufrieden. Insgesamt sind 361 Kameraden Mitglieder in der Freiwilligen Feuerwehr Nordenham zu verzeichnen. Davon sind 54 in den drei Kinderfeuerwehren und 55 Mitglieder in den drei Jugendfeuerwehren tätig. 56 Mitglieder zählt die Altersabteilung und 196 Mitglieder stehen als Aktive dem Einsatzdienst zur Verfügung.

Weitere Berichte gab es von den Ortsbrandmeistern und Stadtfachwarten. Beispielsweise wurden 22 junge Feuerwehrleute im Lehrgang „Truppmann Teil 1“ ausgebildet. Allerdings wird allseits angemerkt, dass nicht ausreichende Lehrgangsplätze in weiterführenden Lehrgängen für die motivierten Kameraden zur Verfügung stehen. Erfreulich hingegen ist das hohe Interesse an der Feuerwehr. Der Tag der Jugendabteilungen in Nordenham wurde von mehreren hundert Interessierten besucht und die Homepage zählte in den letzten zwölf Monaten etwa 55.500 Besucher.

Sehr zufrieden mit der Leistung der Nordenhamer Feuerwehr zeigten sich die Gäste. Bürgermeister Carsten Seyfarth sieht das gezeigte Engagement der städtischen Feuerwehren und ihre hohe Verlässlichkeit nicht als Selbstverständlichkeit an. Der Kreisbrandmeister hob besonders die Arbeit der Jugendfeuerwehrbetreuer hervor, wie z.B. bei einem Zeltlager, bei einer Woche Dauerregen noch für gute Stimmung unter den Jugendlichen zu sorgen, ist eine Spitzenleistung.

Stadbrandmeister Ralf Hoyer, Mario Sarrazin, Bürgermeister Carsten Seyfarth, Jürgen Bühring, stellv. Stadtbrandmeister Detlef Ukena und Kreisbrandmeister Heiko Basshusen

Zum Ende der Sitzung standen noch Ehrungen und Beförderungen an. Stadtschrift- und Pressewart Mario Sarrazin, der während der Sitzung bekannt gegeben hatte, dass er im Februar Nordenham verlässt, wurde die Verdienstmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Wesermarsch verliehen. Laut dem Stadtbrandmeister habe er die Feuerwehr nach außen hin würdig vertreten und eine außerordentlich gute Pressearbeit geleistet. Außerdem wurde der Abbehauser Ortsbrandmeister Jürgen Bühring zum Brandmeister befördert. Er ist in besonderer Weise mit der Jugendfeuerwehr verbunden. Nach drei Jahren als stellv. Jugendfeuerwehrwart, war er anschließend für weitere drei Jahre als Stadtjugendfeuerwehrwart auf sämtlichen Veranstaltungen präsent. Nun ist er seit fast zwei Jahren Ortsbrandmeister.

Zum Abschluss der Sitzung galt der besondere Dank des Stadtbrandmeisters dem Rat und der Verwaltung für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Besonders mit dem Amtsleiter für Ordnung und Soziales Rudi Müller hat sich in den letzten Jahren eine gute Zusammenarbeit einwickelt, die auch bei einer schwierigen Haushaltslage einiges für die Feuerwehr ermöglicht hat.


Kann das Dokument nicht angezeigt werden oder soll im Vollbildmodus dargestellt werden? Hier klicken!

23 Betroffene durch gefährliche Gase in Behindertenwerkstätten

Am Freitag (18.11.) löste gegen 17:10 Uhr die Brandmeldeanlage des CVJM am Helgoländer Damm aus. Die Leitstelle in Oldenburg alarmierte eine Minute später die nahegelegene Ortsfeuerwehr Nordenham. Als nach wenigen Minuten das erste Fahrzeug eintraf, war die Lage völlig unklar. In der Lackierwerkstatt lagen umgefallene Kanister und Lackdosen, merkwürdiger Geruch lag in der Luft und die Sicht war durch Rauch leicht getrübt. Einige der Werkstattmitarbeiter lagen regungslos auf dem Boden, andere waren völlig schockiert oder hilflos und mussten versorgt werden. Vermutlich waren Lacke miteinander reagiert und hatten gefährliche Gase abgegeben.

Der Einsatzleiter entschied sich aufgrund eines wahrscheinlichen Massenanfalls von Verletzten und der unübersichtlichen Lage in dem großen, zusammenhängenden Gebäudekomplex, die Ortsfeuerwehren Phiesewarden und Einswarden und die Nachrichtengruppe nach zu alarmieren. Verbunden mit dem Massenanfall an Verletzten alarmiert die Leitstelle außerdem umfangreiches Rettungsdienstpersonal aus der ganzen Wesermarsch sowie das THW Nordenham zur Unterstützung. Während weitere Kräfte zur Einsatzstelle eilten und die Nachalarmierungen erfolgten, retteten die Atemschutztrupps der Ortsfeuerwehr Nordenham bereits die ersten Personen aus dem Gebäude und übergaben sie am Verletztensammelplatz an die Kräfte der hauptamtliche RTW-Besatzung des Rettungsdienstes aus Nordenham. Sie waren mit als erste am Einsatzort eingetroffen.

Nach und nach trafen weitere Kräfte ein. Es wurde eine Einsatzleitung mit Einsatzleitwagen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes aufgebaut. Gebäude wurden von Atemschutztrupps systematisch abgesucht, Notärzte und Sanitätskräfte untersuchten, behandelten und betreuten die geretteten Personen, und der Transport der verletzten Personen in die Krankenhäuser musste organisiert und durchgeführt werden. Insgesamt waren schließlich

  • Feuerwehr: 59 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen
  • Johanniter Unfallhilfe: 15 Einsatzkräfte mit 6 Fahrzeugen
  • Deutsches Rotes Kreuz: 10 Einsatzkräfte mit 3 Fahrzeugen
  • Technisches Hilfswerk: 15 Einsatzkräfte mit 4 Fahrzeugen
  • Rettungsdienst Wesermarsch: 2 Einsatzkräfte mit einem Fahrzeug vor Ort.

Zum Abschluss der Übung wurde eine Abschlussbesprechung durchgeführt. Als besondere Herausforderungen stellten sich der Umgang mit den Menschen mit Behinderungen heraus und ihre Reaktionen richtig einschätzen und darauf angemessen reagieren zu können. Eine weitere Schwierigkeit war die Einbindung der zu unterschiedlichen Zeitpunkten eintreffenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge in den Einsatzablauf dar. Es bestätigte sich, dass es enorm wichtig ist die Abläufe und die Zusammenarbeit bei einem Einsatzszenario mit einer Vielzahl betroffener Personen zu üben. Auch aus Sicht des CVJM war die Übung wichtig, um Erfahren zu sammeln, da eine Übung in dem Ausmaß zuvor noch nicht stattgefunden hatte. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt, denn es ging darum Schwächen zu erkennen und Verbesserungspotenziale im Anschluss umzusetzen. Insgesamt zeigten sich alle Teilnehmer mit dem Ergebnis der Übung allerdings sehr zufrieden.

2016-11-18_1.jpg2016-11-18_2.jpg2016-11-18_3.jpg2016-11-18_4.jpg2016-11-18_5.jpg2016-11-18_6.jpg2016-11-18_7.jpg

Gegen 17:10 Uhr wurde die Brandmeldeanlage des CVJM am Helgoländer Damm ausgelöst. Die Leitstelle in Oldenburg alarmierte eine Minute später die Ortsfeuerwehr Nordenham. Als nach wenigen Minuten das erste Fahrzeug eintraf, war die Lage völlig unklar. In der Lackierwerkstatt lagen umgefallene Kanister und Lackdosen, merkwürdiger Geruch lag in der Luft und die Sicht war durch Rauch leicht getrübt. Einige der Werkstattmitarbeiter lagen regungslos auf dem Boden, andere waren völlig schockiert oder hilflos und mussten versorgt werden.

Der Einsatzleiter entschied sich aufgrund eines wahrscheinlichen Massenanfalls von Verletzten und der unübersichtlichen Lage in dem großen, zusammenhängenden Gebäudekomplex, die Ortsfeuerwehren Phiesewarden und Einswarden und die Nachrichtengruppe nach zu alarmieren. Verbunden mit dem Massenanfall an Verletzten alarmiert die Leitstelle außerdem umfangreiches Rettungsdienstpersonal aus der ganzen Wesermarsch sowie das THW Nordenham zur Unterstützung.

Während weitere Kräfte zur Einsatzstelle eilten und die Nachalarmierungen erfolgten, retteten die Atemschutztrupps der Ortsfeuerwehr Nordenham bereits die ersten Personen aus dem Gebäude und übergaben sie am Verletztensammelplatz an die Kräfte der hauptamtliche RTW-Besatzung des Rettungsdienstes aus Nordenham.

Nach und nach trafen weitere Kräfte ein. Es wurde eine Einsatzleitung mit Einsatzleitwagen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes aufgebaut. Gebäude wurden von Atemschutztrupps systematisch abgesucht, Notärzte und Sanitätskräfte untersuchten, behandelten und betreuten die geretteten Personen, und der Transport der verletzten Personen in die Krankenhäuser organisiert und durchgeführt. Insgesamt waren schließlich

·         Feuerwehr: 59 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen

·         Johanniter Unfallhilfe: 15 Einsatzkräfte mit 6 Fahrzeugen

·         Deutsches Rotes Kreuz: 10 Einsatzkräfte mit 3 Fahrzeugen

·         Technisches Hilfswerk: 15 Einsatzkräfte mit 4 Fahrzeugen

·         Rettungsdienst Wesermarsch: 2 Einsatzkräfte mit einem Fahrzeug

Zum Abschluss der Übung wurde eine Abschlussbesprechung durchgeführt. Als besondere Herausforderungen stellten sich der Umgang mit den Menschen mit Behinderungen heraus und ihre Reaktionen richtig einschätzen und darauf angemessen reagieren zu können. Eine weitere Schwierigkeit war die Einbindung der zu unterschiedlichen Zeitpunkten eintreffenden Einsatzkräfte und Fahrzeuge in den Einsatzablauf dar. Es bestätigte sich, dass es enorm wichtig ist die Abläufe und die Zusammenarbeit bei einem Einsatzszenario mit einer Vielzahl betroffener Personen zu üben. Auch aus Sicht des CVJM war die Übung wichtig, um Erfahren zu sammeln, da eine Übung in dem Ausmaß zuvor noch nicht stattgefunden hatte. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt, denn es ging darum Schwächen zu erkennen und Verbesserungspotenziale im Anschluss umzusetzen. Insgesamt zeigten sich alle Teilnehmer mit dem Ergebnis der Übung sehr zufrieden.

Sicherheit bei Einsätzen mit modernen Fahrzeugen geschult

Bei der diesjährigen gemeinsamen Stadtsicherheitsunterweisung aller Ortswehren stand das Thema moderne Fahrzeugtechnik und deren Berücksichtigung im Feuerwehreinsatz auf dem Programm. Hierzu hatten Stadtbrandmeister Ralf Hoyer und Stadtsicherheitsbeauftragter Tobias Bühring alle Kameraden nach Nordenham eingeladen.

Wawrzinek stellt umfangreich die Gefahren an modernen Fahrzeugen vor

Vor mehr als 100 Teilnehmern vermittelte Thomas Wawrzinek einen Überblick über die Kniffe und Tücken an moderen Autos. Selbst ist er Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Wildeshausen und Kraftfahrzeugtechnikermeister und beschäftigt sich seit längerem mit der Thematik. In zwei gut gefüllten Stunden informierte er die Einsatzkräfte über welche Maßnahmen bei Unfällen mit gasbetriebenen Fahrzeugen oder Pkw´s mit Brennstoffzellen durchzuführen sind. Einen besonderen Raum nahm das Thema Elektromobilität ein. Besonders das Spannungsfreischalten der Hochvolt-Batterien erfordert Kenntnisse über die unterschiedlichen Systeme der Hersteller und wo man spezielle Informationen über die Fahrzeugtypen einholen kann. Auch die Risiken bei Bränden von Lithium-Ionen-Akkus und die Bildung von Flusssäure von bestimmen Klimaanlagen müssen beim Einsatz unbedingt berücksichtigt werden.

Über 100 Kameraden waren zur Schulung gekommen

Nach dem umfangreichen Vortrag hatten die Kameraden noch die Möglichkeit sich an einem Erdgasfahrzeug und einem Hybridfahrzeug direkt zu informieren. Zum Dank für seine Mühe überreichte der Stadtbrandmeister Wawrzinek einen Präsentkorb. Bei einer Bratwurst und angeregten Diskussionen klang der Abend für die Mitglieder der sieben Ortsfeuerwehren aus.

Stadtgebiet Nordenham mit Feuerwehrgerätehäusern

05.12.2016  
Blinder Alarm  
in Butjadingen-Tossens, Nordseeallee  
Auslösung der Brandmeldeanlage
03.12.2016  
Blinder Alarm  
in Nordenham, Großensieler Straße  
Auslösung der Brandmeldeanlage
26.11.2016  
Technische Hilfeleistung - Sonstige  
in Nordenham, Friedrich-Ebert-Straße  
Notfalltüröffnung
26.11.2016  
Großbrand  
in Butjadingen-Eckwarden, Eckwarder Altendeich  
Gebäudebrand
25.11.2016  
Blinder Alarm  
in Nordenham, Atenser Allee  
Auslösung der Brandmeldeanlage